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Yves Kaiser

Mit konstanten Leistungen den Profivertrag erobert


Fussball ist seine Passion: Seit 2013 ist Nachwuchstalent Yves Kaiser beim reputierten FC Basel aktiv. Dieses Frühjahr nun geht die Post ab: Im März hat der Luterbacher beim FCB den Profivertrag unterschrieben und vergangenen Montag wurde er vom Kanton Solothurn mit dem Sportförderpreis ausgezeichnet.  Gerade von einem Auswärtsspiel aus Manchester in Basel angekommen, teilte ihm seine Mutter am Telefon mit, er habe den Sportförderpreis des Kantons gewonnen. «Ich war sprachlos, überrascht und freute mich riesig», erinnert sich Yves Kaiser an den Moment, wo er von der Auszeichnung erfuhr, die er nun erhalten hat. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach oben. Yves Kaiser steht als Verteidiger nicht unbedingt im Zentrum der breiten Aufmerksamkeit. Dies gebührt zumeist den Stürmern. Als Verteidiger schiesst Yves Kaiser nämlich keine Goals, sondern verhindert, dass den Gegnern Tore gelingen. «In der Abwehr muss man analysieren und spüren, wohin der Ball geht», präzisiert Yves Kaiser. Fussball ist Teamwork. Damit es zum Treffer kommt, sind alle gefordert. Beim ersten Match bei den U16 spielte Yves Kaiser im Mittelfeld. Als sich ein Mitspieler der Abwehr verletzte, sprang er als Verteidiger ein. Er überzeugte und ist seither auf dieser Position gesetzt. Hier bringt er seine Stärken ein, spürt dem Rhythmus und Verlauf des Balls nach. Die Faszination für das runde Leder begann sehr früh. Bereits mit vier Jahren fing er beim FC Luterbach an, sich auf den Ball zu konzentrieren. Als Teenie spielte er beim FC Solothurn U13 und wechselte anschliessend zum FC Basel in die U16. Nun ist dem Luterbacher der Sprung in die Profiliga gelungen, er wurde vom FC Basel mit einem Profivertrag bis Juni 2020 ausgestattet. Der zwanzigjährige Verteidiger ist Captain der Basler U21-Mannschaft, davor spielte er in der Schweizer U20-Nationalmannschaft. Beim FC Basel ist Yves Kaiser seit Sommer 2013 aktiv und sass in den letzten beiden Meisterschaftsspielen in der Raiffeisen Super League auf der FCB-Bank. Trotzdem ist der Kicker auf dem Boden geblieben, schützt sich vor allzu grossem Erwartungsdruck: «Früher war es ein Traum, der immer Stück für Stück näherkam und realistischer wurde. Ich bin stolz und glücklich, mit dem Profivertrag diesen Meilenstein erreicht zu haben. Ich bin mir jedoch bewusst, dass es bis ganz nach oben ein langer Weg sein wird.»  Konstantes Leistungsniveau Yves Kaiser konstatiert, er sei nie ein «Überflieger» gewesen, sondern habe konstant Fortschritte gemacht. Neben dem Fussball war seinen Eltern und auch ihm eine solide Ausbildung wichtig. Letzten Sommer schloss er die KV-Lehre ab. Heute sitzt er mit den Stars der ersten Mannschaft gemeinsam in der Kantine. «Es ist schon ein sonderbares Gefühl, mit den Vorbildern, deren Gesichter ich aus dem Fernsehen kannte, nun gemeinsam am Frühstückstisch zu sitzen», lächelt er. Von den Kameraden sei er gut aufgenommen worden und obschon die Saison schon ziemlich lange andauere, fühle er sich gut und sei jeden Tag motiviert zu trainieren. Der Alltag wird von Trainings und Teamsitzungen und Spielen geprägt. Viel Raum für Hobbys bleibt nicht. Erlaubt sind Sportarten ohne grosse Risiken. Aufs Skifahren verzichtet er wegen der Verletzungsgefahr. Lässt der Terminkalender Pausen zu, geht er mit seiner Freundin Tanja ins Kino oder besucht Familie und Freunde. Unter der Woche wohnt er in Basel, spielfreie Wochenenden verbringt er gerne in Luterbach. Hier ist er daheim und hat als kleiner Junge von einer Fussball-Karriere geträumt. Mit dem Profivertrag ist er diesem Ziel nun ein grosses Stück näher gerückt.   Silvia Rietz